
Nadja Benaissa isteine der herausragendsten Künstlerinnen der deutschen Musikszene. Als Sängerinund Songwriterin hat sie sich in den vergangenen 25 Jahren weit über dieLandesgrenzen hinaus einen Namen gemacht.
Bekannt wurde sieim Jahr 2000 als Mitglied der No Angels – jener Band, die mit über fünfMillionen verkauften Tonträgern bis heute als erfolgreichste GirlgroupKontinentaleuropas gilt. Mit Hits wie „Daylight in Your Eyes“ und „SomethingAbout Us“ stürmten sie die Charts und erhielten renommierte Auszeichnungen wiedie 1Live Krone, den Bambi, Echo, Comet sowie den World Music Award. 2021feierte die Gruppe ihr zwanzigjähriges Bühnenjubiläum mit dem Comeback-Album„20“, das direkt auf Platz eins der deutschen Albumcharts einstieg. Es folgteeine erfolgreiche Tournee sowie die Ehrung mit dem Preis für Popkultur für ihrLebenswerk.
Nadja Benaissasmusikalische Wurzeln liegen im R&B, Soul und Gospel. 2006 veröffentlichtesie ihr Solo-Debütalbum „Schritt für Schritt“, das sie als Support Act vonSimply Red auf Tour führte und ihr eine Nominierung als Beste Künstlerin beider 1Live Krone einbrachte. Mit der Gospelband The Real Rogers & Friendsabsolvierte sie zahlreiche Auftritte in Europa und teilte sich die Bühne mitPop-Ikone Mariah Carey. Zudem war sie Mitglied der A-cappella-Formation medlz,mit der sie mehrere Studioalben aufnahm und durch Deutschland tourte.
Neben ihrerkünstlerischen Laufbahn ist Nadja Benaissa eine engagiertegesellschaftspolitische Stimme. Mit klarer Haltung engagiert sie sich fürDiversität, Inklusion und die Enttabuisierung psychischer Erkrankungen – undmacht anderen Betroffenen sichtbar Mut. Schon 2001 erhob sie als Mitglied derInitiative Sisters Keepers ihre Stimme gegen Rassismus und Sexismus. IhrEinsatz für die LGBTQIA+-Community und gegen die Stigmatisierung vonHIV-positiven Menschen ist ebenso leidenschaftlich wie unermüdlich – und wurdeunter anderem mit dem Reminder’s Day Award und dem Szenepreis als„Persönlichkeit des Jahres“ gewürdigt. Als Teil des Deutschen Museums fürSchwarze Unterhaltung und Black Music steht sie heute auch symbolisch für dieSichtbarkeit und Anerkennung schwarzer Künstler*innen in Deutschland.