
Wer sagt eigentlich, dass queeres Leben „Special Interest“ sei?
Vielleicht dieselben Leute, die Ricarda Hofmanns Podcast „Busenfreundin“jahrelang in eine Nische einsortieren wollten.
Ricarda nennt das, was andere „Special Interest“ nennen, schlicht: Alltag.
Ihr LIVE-Programm „Special Interest“ zeigt,dass vieles, was vermeintlich besonders wirkt, in Wahrheit einfach das echteLeben ist – nur eben mit besseren Geschichten.
Und genau die bringt sie jetzt auf die Bühne: ehrlich, unterhaltsam und(un)angenehm absurd.
Als lesbische Frau Anfang/Mitte/Ende dreißig blickt Ricarda auf ihr Lebenund fragt sich:
Hat meine Therapeutin eigentlich genug Material, um mich fürimmer zu erpressen?
Zwischen Podcast-Aufnahmen und Patchwork-Proben, zwischen analoger Nostalgieund digitalem Overload, zwischen Bravo und Burnout erzählt sie von den kleinenMomenten, in denen das Leben kurz mal nicht so laut ist – und von derErkenntnis, dass man mit Ende dreißig plötzlich mehr Zeit damit verbringt,Dinge einzuvakuumieren als Entscheidungen zu treffen.
Ein Abend, der gleichzeitig tröstet, überrascht und nachdenklichmacht.
Ein bisschen wie Therapie. Nur billiger.